Für mich ist sie ein künstlerischer Prozess, der sich offen und ohne zeitliche Maßgabe entwickelt. Ich selbst bin das Medium und durch meine direkte körperliche Präsenz und Handlung entsteht die Spannung, die das Miterleben einer Performance für mich und für den Besucher so besonders macht. Im Theater ist eine Rolle wiederholbar, ein Schauspieler ist austauschbar, bei einer Performance aber, erleben alle Beteiligten den künstlerischen Moment zum ersten und zum letzen Mal. Eine Foto-, selbst eine Videodokumentation können nur sehr wenig vom Erlebnis übertragen, dass unmittelbar vor Ort stattfindet.
In diesem Bereich experimentiere ich mit verschiedenen Genres. Dokumentation, Kurzfilm, Kunstfilm, Spielfilm, Animation - meine Ideen sind so vielfältig, dass sie Raum zur Entfaltung benötigen. Während manche Projekte zwei Jahre in Anspruch nahmen, entstanden andere in wenigen Stunden. Einige Arbeiten sind Aufträge, andere speziell für besondere Ausstellungen entstanden. Ich verarbeite äußere, als auch innere Eindrücke zu kurzen und langen, ernsten und humorvollen Geschichten.